POSAUNE KAUFEN
Umfangreicher Ratgeber für deine Posaune

Was eine ideal passende Posaune für dich sein sollte:

Hier erhältst du die wichtigsten und wirklich entscheidenden Informationen, die für deinen Posaunenkauf immens wichtig sind.

Anhand der gratis Checkliste, die du leicht ausfüllen kannst, gehst du gut vorbereitet in das emotionale Erlebnis: Ich kaufe mir eine Posaune.

Diese gratis PDF-Checkliste ist in der selben Reihenfolge aufgebaut wie diese Seite.
Wenn du für einzelne Punkte Informationen suchst findest du diese hier unter derselben Überschrift an der selben Stelle. 
Du kannst diese Liste ausdrucken und schriftlich ausfüllen und für deinen Posaunenkauf als Leitfaden verwenden. 
Du kannst die Checkliste aber auch am Computer ausfüllen und uns übermitteln.
Dann schlagen wir dir sehr gerne einige passende Posaunenmodelle vor. 

Wir bieten ein jederzeitiges Rückgaberecht, egal ob das Instrument im Musikhaus Beck gekauft oder finanziert wurde.
Bei Rückgabe werden nur die Monate abgerechnet, die seit dem Kauf/Finanzierung im Musikhaus Beck vergangen sind.
Diese Monatsraten sind deutlich günstiger als Mietraten. Der Restbetrag wird zurückerstattet.

Ist dir die Anfahrt zum Musikhaus Beck zu weit, schicken wir dir auch gerne eine Auswahlsendung, die wir mit dieser Checkliste als Grundlage zusammenstellen. 
Selbstverständlich klären wir zusammen vorab weitere Fragen und Details am Telefon.

Wichtige Nachricht für alle, die vor dem riesigen Posaunenmarkt stehen und nicht so recht wissen, wie sie ihre ideale Posaune finden können.

Es gibt eine unüberschaubare Flut an Posaunen. Ständig kommen neue Modelle und sogar Marken hinzu.
Oft sind dies Billiginstrumente, die mit einem mehr oder weniger fantasievollen Namen versehen, in den Markt gebracht werden, also absolut keine Markeninstrumente sind.
Deren Beschreibungen und die Datenblätter klingen vielversprechend, verlockend und oftmals genauso gut, wie die eines 10 mal so teuren Profiinstruments.
Anfänger oder Eltern, die ein geeignetes Instrument für ihre Kids suchen, sind da hoffnungslos überfordert.
Selbst viele Hobbymusiker und Amateure mit einiger Spielerfahrung sind bei diesem Überangebot verunsichert und stellen diesbezüglich ihre Fragen.
Gerade für Einsteiger ist es enorm wichtig, mit gutem und geeignetem Equipment zu starten.
Eine Billigposaune mit schlecht laufendem Ventil, mit einem schweren und schlecht laufenden Spielzug, fehlende kindgerechte Ergonomik, oder ein Instrument mit einer schlechten Ansprache blockiert den Fortschritt des Schülers.
Leider führt ein ungeeignetes Instrument immer wieder zum Aufhören dieses wunderschönen, oftmals lebenslangen Hobbys.

Das klare Ziel dieser Seite: Du sollst dein ideales Instrument finden. Eine Posaune, die zu dir und deinen Ansprüchen passt.
Eine Posaune mit der du eine lange Zeit dein emotionales und Freude bringendes Hobby gestalten wirst.

Unser Tipp: Arbeite die gratis PDF-Checkliste durch und hole dir die nötigen Informationen auf dieser Seite.

Diese gratis PDF-Checkliste ist in der selben Reihenfolge aufgebaut wie diese Seite.
Wenn du für einzelne Punkte Informationen suchst findest du diese hier unter derselben Überschrift an der selben Stelle. 
Du kannst diese Liste ausdrucken und schriftlich ausfüllen und für deinen Posaunenkauf als Leitfaden verwenden. 
Du kannst die Checkliste auch am Computer ausfüllen, dann ausdrucken und uns übermitteln.
Dann schlagen wir dir sehr gerne einige passende Posaunenmodelle vor. 

Wir bieten ein jederzeitiges Rückgaberecht, egal ob das Instrument im Musikhaus Beck gekauft oder finanziert wurde.
Bei Rückgabe werden nur die Monate abgerechnet, die seit dem Kauf/Finanzierung im Musikhaus Beck vergangen sind.
Diese Monatsraten sind deutlich günstiger als Mietraten. Der Restbetrag wird zurückerstattet.

 1. Wer spielt das Instrument? 

Die Anforderungen an die Instrumente sind sehr individuell.
Deshalb die Frage gleich zu Beginn, bist du Anfänger oder bereits ein fortgeschrittener Spieler, ein junges Kind oder ein Erwachsener?
Die Ergonomie, das Gewicht der Posaune und auch die Leichtigkeit der Ansprache ist für einen jungen Anfänger enorm wichtig.
Für einen fortgeschrittenen Spieler sind die Klangfarbe und die individuelle Ausdrucksmöglichkeit mit dem Instrument deutlich wichtiger.


 2. Tenorposaune, Bassposaune, Altposaune, Kinderposaune

Gleich vorneweg und für die Anfänger wichtig, die Tenorposaunen bilden die Hauptklasse der Posaunen.
 Diese gibt es in vielen unterschiedlichen Größen (Mensuren). Die Länge ist zwar gleich, aber die Durchmesser der einzelnen Teile (Rohre, Schallstück, Schallbecher, Stimmbogen) sind sehr unterschiedlich.
Dazu später mehr.
Eine Tenorposaune wird ziemlich sicher deine erste Posaune sein. 

Es gibt diese mit und ohne Quartventilausführung. Das Quartventil wird mit dem Daumen der linken Hand betätigt und ermöglicht zusätzliche Töne und auch Hilfsgriffe zu spielen. Damit ist es auch für die kleineren Anfänger möglich, Töne der Tonleiter zu spielen, die sie ohne Quartventil aufgrund ihres noch kurzen Armes nicht erreichen können. 
Zudem gibt es Kinderposaunen mit einem kleinen Sekundventil und einem kürzeren Spielzug. Damit wird Gewicht gespart. Mit diesen kürzer gebauten Posaunen ist das C und das H ebenso spielbar. 
Oftmals ist es allerdings so, dass die voll ausgebauten Quartventilposaunen zwar etwas mehr wiegen, aber besser ausgewogen und deshalb komfortabler zu halten sind. Dies kann und sollte im Fachgeschäft individuell ausprobiert werden.

Aber auch den älteren Anfängern rate ich als Startinstrument eine Quartventilposaune, wenn sie das gesamte Spektrum des Posaunenspiels ausschöpfen möchten.


Auf dieser Seite soll es hauptsächlich um dieTenorposaunen gehen. Dennoch möchte ich die anderen Modelle kurz ansprechen.
Bassposaunen sind ebenso in B gestimmt. Die einzelnen Bauteile (siehe Foto) sind also gleichlang gebaut wie die einer Tenorposaune, aber deren Durchmesser ist deutlich größer. Deshalb klingt diese Posaune in der tiefen Lage extrem voll und satt. Die Bassposaune ist meistens mit 2 Ventilen ausgestattet.

Die Altposaune ist eine kleine Posaune in Es gestimmt, also eine Quarte höher als die B-Tenorosaune.
Die Altposaune wird hauptsächlich solistisch, im Posaunenquartett und ab und zu im Orchester verwendet. 


Die Kontrabassposaune ist eine sehr groß gebaute Posaune. Sie steht meist in F und hat somit dieselbe Länge wie eine F-Tuba. Sie wird im Orchester bewusst als 4. Posaune eingesetzt und soll kerniger, heller klingen als eine Tuba. 

Posaunen im Größenvergleich

Schaubild Posaunen (v.l.n.r.): Altposaune, Kinderposaune mit Sekundventil, ergonomische, kleine Tenorposaune mit Quartventil, große Tenorposaune mit Quartventil, Bassposaune mit zwei Ventilen.


 3. Tenorposaune mit Quartventil in B/F oder ohne Ventil in B 

Oftmals werden die Posaunen nur mit den Buchstaben B und B/F oder B/C beschrieben. 

Diese Buchstaben beziehen sich auf die Grundstimmung und die Ventilstimmungen des Instruments. Bei den drei Beispielen handelt es sich also immer um eine B Posaune.

- B bezeichnet eine Posaune in B ohne Ventil.

- B/F ist eine Posaune in B-Stimmung mit einem F-Ventil. Das heißt, wenn ich das Ventil drücke, ändert sich der Grundton auf tief F. Da der Tonabstand von B auf F nach unten eine Quarte darstellt, spricht man hier von einer Quartventilposaune

- B/C ist eine Sonderausführung für Kinderposaunen. Das Ventil funktioniert hier genau umgekehrt wie bei einer B/F-Posaune.
Der Luftstrom fließt beim Spielen der Kinderposaune durch das Ventil und die Ventilrohre werden beim Betätigen desVentils geschlossen.
Somit erhöht sich der Grundton um einen Ton auf das C.
Dies ist genau der Ton, den viele Anfänger mit noch kurzen Armen nicht spielen können und jetzt aber sehr leicht mit dem Drücken des C-Ventils erreichen.
Ebenso das H, das mit dem verkürzten Spielzug der Kinderposaune ohne Ventil gar nicht zu spielen wäre.
 Der Vorteil für den Schüler ist hierbei, dass diese beiden Töne C und H auf der Quartventilposaune genau in der gleichen Spielposition gespielt werden können. Dies hilft natürlich beim Umstieg auf eine „große“ voll ausgebaute B/F-Posaune. Das C-Ventil ersetzt aber die vollen Funktionen des Quartventils keinesfalls. Es dient hauptsächlich zum Erreichen der auf dem verkürzten Spielzug fehlenden Töne.

Die Hauptfunktion des Quartventils ist, die auf einer reinen B-Posaunen "fehlende" Töne in der tiefen Lage vom e bis zum Kontra-B chromatisch spielen zu können. Darüber hinaus bietet dieses Ventil vielseitige Möglichkeiten, mit Hilfsgriffen/Zügen technisch schwierige Passagen leichter zu spielen.


 4. Kinderposaune mit verkürztem Spielzug, oder leichte, ergonomisch gefertigte B/F-Posaune?

Diese Frage richtet sich ausschließlich an unsere kleineren Posaunist:innen.

Die Kinderposaune ist mit dem kompakten C-Ventil und dem kürzeren Spielzug leichter gebaut als eine B/F-Posaune.
Bei der Haltung kommt es allerdings sehr darauf an, wie gut das Instrument in Händen liegt und wie gut das Instrument ausbalanciert ist.
Ist die Kinderposaune sehr kopflastig gefertigt (Foto), muss dieses ständig durch ein Gegensteuern mit den Armen ausgeglichen werden.
Dies kostet Kraft und ist dem Einsteigerunterricht absolut nicht förderlich.
 Eine gut ausbalancierte Posaune liegt mit dem Schwerpunkt über der Schulter und somit auf der Körperachse. Dies empfinden die Spieler:innen deutlich angenehmer und einfacher auch wenn das Instrument etwas mehr wiegt.

Dieses Austesten der unterschiedlichen Modelle sollte vor Ort im Fachhandel getestet werden.

Ich rate dazu: Wenn eine B/F-Posaune gut und bequem gehalten werden kann, diese einer B/C-Kinderposaune vorzuziehen. Es stehen dann den jungen Posaunist:innen bereits vom Start weg die kompletten Möglichkeiten einer B/F-Posaune zur Verfügung.


 5. Quartventil in offener und geschlossener Bauweise - "Open Wrap" "Closed Wrap"
Open Wrap und Closed Wrap im Vergleich

Ein immer wieder stark diskutiertes Thema ist die Bauweise der Quartventilsystems. Dafür gibt es unterschiedlichste Bauweisen. 
Sind die Züge ohne zusätzliche Bögen gerade verlaufend eingebaut, spricht man von einer offenen Bauweise. Diese hat den Vorteil, dass die Posaune auch ohne zusätzliches Balancergewicht sehr gut ausgeglichen in der Hand liegt. 

Bei der geschlossenen Bauweise liegt der Vorteil in der kompakten Bauweise und der Länge nach hinten. 
Einige Posaunisten haben Platzprobleme im Orchestergraben, im Probelokal … und genießen den Vorteil der kürzeren Bauweise. 
Diese ist allerdings nicht optimal ausbalanciert, das oftmals erst durch ein zusätzliches Gewicht erreicht wird.
 Dem Vorurteil, dass eine offene Bauweise gegenüber geschlossenen klangliche Vorteile hat, kann ich generell nicht zustimmen. Dies hängt hauptsächlich von der Fertigungsqualität ab.

Einige Posaunenmodelle gibt es in beiden Bauweisen, die dann bequem miteinander verglichen werden können. Darüber hinaus gibt es auch Bauweisen die mit nur wenigen Bögen als „halboffenen Bauweise“ bezeichnet werden.

In dieser Frage entscheidet der Posaunist also zwischen Handlichkeit, Balance und Baulänge des Instrumentes.

Im Bild links eine Posaune in der "Open Wrap"-Bauweise, rechts eine Posaune in der "Closed Wrap"-Bauweise.


 6. Einsatzgebiet 

Für die fortgeschrittenen Posaunisten spielt dann der individuelle Verwendungszweck und die persönlichen Klangvorstellungen eine wichtige Rolle. 

Liebe ich einen rauchigen Jazzklang? Darf die Kanne in der Bigband eine Schneise ziehen, oder gefällt mir einen satter dunkler Sound? Wird die Posaune solistisch eingesetzt, in einer Blaskapelle oder im symphonischen Orchester?
 Soll es eine Bassposaune, Tenorposaune mit oder ohne Ventil oder sogar eine Altposaune sein? 


Oftmals hilft es dem Fachmann weiter wenn er weiß, wie die Posaune hauptsächlich verwendet werden soll und er kann dir zusätzliche Tipps geben.

Auch für dich ist die Überlegung sinnvoll, wie du dein Instrument hauptsächlich verwendest. Hier einige Vorschläge, die du auch auf der Checkliste ankreuzen kannst. Es können auch durchaus mehrere Gebiete sein.

Anfängerunterricht, Musikverein, Blasorchester, Posaunenchor, Ensemble, Solistisch, Symphonisches Orchester, Bigband, Allround, Jazz, …


 7. Preisklasse

Oftmals erlebe ich ein Staunen neuer Kunden, wenn sie vor unserer großen Posaunenpräsentation mit über 80 unterschiedlichen Modellen stehen. „Die sehen doch alle gleich aus“.
Ja, es sind alles Posaunen aber, der Unterschied liegt in der Bauweise. Oftmals im Detail.
Und daher rührt auch der Preisunterschied der verschiedenen Modelle.
Für den Anbieter ist es immer gut zu wissen, ob du dir ein Preislimit gesetzt hast. 

Tipp, teste im Fachgeschäft auch Instrumente der Preisklasse darüber und darunter und lass dir die Unterschiede erklären.

Ich teile die Posaunen gerne in 4 Gruppen ein, selbstverständlich mit fließenden Übergängen.


Gruppe 1: gute Anfänger Posaunen mit Quartventil bekommst du zwischen 1200 und 1600 Euro. Modelle ohne Ventil sind ca. 20-30% günstiger.
Selbstverständlich gibt es noch Billiginstrumente, bei denen allerdings der Qualitätsanspruch in allen Belangen deutlich nach unten geschraubt werden muss.

Gruppe 2: Die Hauptinstrumente der fortgeschrittenen Spieler bilden die Preisklasse zwischen 2000 und 2800 EURO

Gruppe 3: Die Profimodelle mit Preisen zwischen 3000 bis - 4500 EUR

Gruppe 4: Die Individualisten, Modelle mit viel Detailarbeit. Diese Preisklasse reicht von 4500 bis über 6000 Euro

Wie bereits erwähnt, beinhaltet diese Einteilung fließende Grenzen und es kommt durchaus vor, dass ein professioneller Spieler auch mit einem Standardinstrument hervorragend zurecht kommt.


Weshalb die großen Preisunterschiede, ist denn so ein Drei- oder Viertausend-Euro-Instrument dann auch 3 oder 4 mal so gut wie eine Schülerposaune?

Ich teile die Posaunen gerne in 4 Gruppen ein, selbstverständlich mit fließenden Übergängen.


Gruppe 1:    gute Anfänger Posaunen mit Quartventil bekommst du zwischen 1200 und 1600 Euro. Modelle ohne Ventil sind ca. 20-30% günstiger.
Selbstverständlich gibt es noch Billiginstrumente, bei denen allerdings der Qualitätsanspruch in allen Belangen deutlich nach unten geschraubt werden muss.

Gruppe 2:    Die Hauptinstrumente der fortgeschrittenen Spieler bilden die Preisklasse zwischen 2000 und 2800 EURO

Gruppe 3:    Die Profimodelle mit Preisen zwischen 3000 bis - 4500 EUR

Gruppe 4:    Die Individualisten, Modelle mit viel Detailarbeit. Diese Preisklasse reicht von 4500 bis über 6000 Euro

Wie bereits erwähnt, beinhaltet diese Einteilung fließende Grenzen und es kommt durchaus vor, dass ein professioneller Spieler auch mit einem Standardinstrument hervorragend zurecht kommt.


Weshalb die großen Preisunterschiede, ist denn so ein Drei- oder Viertausend-Euro-Instrument dann auch 3 oder 4 mal so gut wie eine Schülerposaune?

Formel 1

An dieser Stelle erzähle ich dir gerne eine kleine Geschichte aus der Formel 1.
Jedes Jahr werden von den Formel 1 Teams viele Millionen Euro in die Entwicklungsarbeit der schnellen Rennautos gesteckt.

Fahren diese dann doppelt so schnell? Keinesfalls, aber, bin ich auf jeder Runde eine zehntel Sekunde schneller, gewinne ich das Rennen.

Genau so verhält es sich im Musikinstrumentenbau. Je mehr Feinheiten aus dem Instrument gekitzelt werden, desto aufwändiger und kostenintensiver ist meisterliche Handarbeit. Und genau dies schätzen ambitionierte Amateure und Profis. 


 8. Gigbag oder Koffer 

Denke daran, es geht hier nicht nur um die Aufbewahrung und den Schutz deiner Posaune. Auch der bequeme und praktische Transport sollte berücksichtigt werden. Ein Koffer bietet meistens hervorragenden Schutz, ist aber für einen Fahrradfahrer nicht ideal. Hier ist ein robustes Rucksack-Gigbag empfehlenswert.

Überlege, was in dein "Case" alles passen sollte.

Muss ein Notenpult unbedingt im Bag mitgenommen werden, oder kannst du da auch Gewicht sparen? Mittlerweile werden einige Posaunen bereits in einem Rucksackgigbag angeboten.
In vielen Fällen werden die Instrumente aber von den Herstellern mit Koffern geliefert.
Die Händler sind leider an dieses Angebot gebunden. Frage deshalb auch nach, welches Transportmittel im Angebot enthalten ist. Lasse dir gegebenenfalls auch hier ein Angebot über deinen Wunschkoffer oder ein zusätzliches Gigbag machen. 


 9. Deine Klangvorstellung - Ansprache - Luftfluss (Blaswiderstand) und die Komponenten, die darauf wesentlichen Einfluss haben

Dieses Kapitel richtet sich hauptsächlich an fortgeschrittene Spieler:innen und vertieft das Kapitel 6 "Einsatzgebiet".

Wie soll deine Posaune klingen, wie verwendest du das Instrument hauptsächlich?
Klar, ein Einsteigermodell sollte leicht zu spielen sein, aber fortgeschrittene Posaunisten haben ihre Klangideale.


Hier einige Klangcharaktere zur Auswahl:
Dunkel, Hell, Orchestral, Soll sich gut mischen, sehr direkt und „schneidend“ ...

Dazu noch die Frage, liebst du es, mit großem Luftdurchsatz (wenig Widerstand) oder mit weniger großem Luftfluss zu spielen?

Spieler, die mit relativ wenig Luft musizieren, fühlen sich fast etwas verloren, wenn die Posaune zu großmensurig gebaut ist. Das Instrument klingt dann eher etwas dumpf und der Klang ist nicht zentriert.

Hingegen erfreuen sich Posaunisten mit viel Luftvolumen gar nicht, wenn sie durch einen zu großen Widerstand ausgebremst werden.
Das Instrument schränkt diese Spieler deutlich ein.

Wie schätzt du dich in dieser Frage ein? Wie sollte das Instrument eher gebaut sein?

Hier einige Infos, welche Teile sich wie auf den Klang und die Ansprache auswirken

Die wichtigsten Bauteile einer Posaune sind (siehe Schaubilder auf dieser Seite):
Mundstück, Mundrohr, Bohrung (Spielzug), Ventil, Anstoß (Halsrohr), Stimmbogen, Schallstück. 

Alle Teile müssen zusammen harmonieren und bilden die Gesamtmensur einer Posaune. 
Die Mensur beschreibt also den Verlauf der Rohrdurchmesser im Verhältnis zur Länge. 
Ist das Instrument mit größeren Bauteilen (Bohrungen oder Rohrdurchmesser) gefertigt, spricht man von einer weiten Mensur. 
Diese klingt dunkler und voller als eine enge Mensur. 
Der Instrumentenbauer hat somit diesbezüglich unzählige Variationsmöglichkeiten und kann auf deine Klangvorstellung eingehen. Allerdings müssen alle Bauteile so zusammenpassen, dass die Intonation (Stimmung) nicht darunter leidet.

Das Mundstück spielt eine wesentlich größere Rolle, als viele Spieler vermuten.
Ich behaupte, dass das Mundstück mindestens 50% auf den Posaunenklang Einfluss hat.
Hier spielen Rand, Kesselgröße, Kesselform, Bohrung und vor allem die Rückbohrung eine große Rolle. Selbstverständlich spielt ein Jazzposaunist aus klanglichen Gründen ein anderes Mundstück als ein Orchsterposaunist.
Zur Altposaune passen ganz andere Größen als zur großen Tenorposaune und die Bassposaune entfaltet ihr großartiges Volumen erst mit einem entsprechend großem Mundstück. 
Lasse dich beim Posaunenkauf auch unbedingt in Sachen Mundstück beraten! Dieses kleine Teil bewirkt unglaublich viel!

Anfänger sollten mit einem bequemen, gut passenden und nicht zu kleinem Mundstück starten.

Posaunenmundstücke sind mit 3 verschiedenen Schäften erhältlich. Diese passen zur jeweiligen Bohrung der Posaune. Meistens werden diese mit diesen Schaftgrößen bezeichnet: L oder 3 (Large für große Tenor- oder Bassposaunen) | M oder 2 (Medium, für spezielle deutsche Bauweise) | S oder 1 (Small für enge Tenor- oder Altposaunen)

Das Mundrohr ist konisch gefertigt. Das heißt, es beginnt ungefähr mit dem Durchmesser des Mundstückausganges und steigt dann stetig an. 
Aber, der Verlauf des Mundrohrkonus gibt dem Instrumentenmacher enorm vielseitige Möglichkeiten.
Hier ist entscheidend, wie rasch und in welchem Bereich der Durchmesser ansteigt. 
Bei der Posaune ist das Mundrohr in den oberen Bereich des Spielzuges eingearbeitet. Das Mundstück wird quasi ins Mundrohr eingesteckt. 
Manche Posaunen sind mit wechselbarem Mundrohr ausgestattet.
Wenn dies der Fall ist hast du hier auch nochmals zusätzliche Variationsmöglichkeiten in Sachen Ansprache und Klang.

Schaubild: Mundrohr an einer Posaune

Die Bohrung (Spielzug) beschreibt bei der Posaune den Durchmesser des Innenzuges.

Der Posaunenbau variiert hier enorm. Nicht nur im Unterschied von Alt, Tenor und Bassposaune. Auch die Klasse der Tenorposaunen selbst, stellen eine enorme Bandbreite an Bohrungen zur Verfügung.
Generell kann gesagt werden, dass eine enge (kleine) Bohrung einen hellen, direkten Ton unterstützt. Dies wird im Jazz gerne geschätzt und auch Schülerposaunen werden gerne mit einer engeren Bohrung gefertigt.
 Weitere (größere) Bohrungen sind in der Regel für einen satten, dunklen und vollen Orchestersound verantwortlich.
Allerdings musst du mit einer größeren Bohrung auch eine größere Luftsäule am Schwingen halten. Dies erfordert etwas mehr Luftzufuhr und etwas mehr Intensität. Hier gilt es auszuprobieren und zu vergleichen.

Damit du die Bohrungen richtig einschätzen kannst, hier eine kleine Übersicht.

Durch die Umrechnungen internationaler Hersteller von Zoll auf mm sind in vielen Prospekten auch Angaben bis in den Hundertstelbereich zu finden. 
Dies soll uns nicht stören.

Ab und zu, vor allem bei deutschen Posaunen, aber auch bei Kinderposaunen wird von einer konischen oder Doppelbohrung geredet. Das heißt nicht, dass die Bohrung im Zug konisch angelegt ist (nicht zu verwechseln mit konischem Mundrohr), sondern dass der Innenzug, in den das Mundstück eingesteckt ist, eine kleinere Bohrung hat, als der Innenzug, an den der Korpus angeschraubt wird. Diese beiden unterschiedlichen Bohrungen werden nebeneinander dargestellt.
Hier die wichtigsten und verbreitetsten Maße. Der Buchstabe hinter den mm-Angaben bezieht sich auf den Mundstückschaft (Siehe weiter oben „Das Mundstück“).

Altposaune groß: 12,2 mm - S
Altposaune eng: 11,9 mm - S

Posaune Jazzposaune eng: 12,2/12,4 mm - S
Posaune Jazzposaune mittel: 12,7 mm - S
Posaune Jazzposaune groß: 13,0 mm - S
Schülerposaune: 12,7 mm - S
Kinderposaune: 12,7/13,34 mm - S
Posaune mittelgroß: 13,4 mm - S
Posaune groß: 13,9 mm - L

Bassposaune: 14,3 mm - L

Sonderstellung Deutsche Posaune. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Bauweise, die für ein kleinere Posaunengruppe von ambitionierten Amateuren und Profis aufgrund ihres speziellen „deutschen Klanges“ und Anspracheverhalten interessant ist.
Weite 1 - 11,5/12,5 mm - S
Weite 2 - 12,5/13,1 mm - M
Weite 3 - 13,1/14 mm - L

Bedenke, eine mittelgroße Maschinen-Bohrung mit einem großen, offenen Mundrohr kann durchaus dunkler und satter klingen als ein Instrument mit größerer Maschinen-Bohrung und eng mensuriertem Mundrohr. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ist entscheidend.

Das Ventil ist die „Störstelle“ der Posaune. 
Was meine ich damit? 
Die Posaune ist das einzige Blechblasinstrument, welches die chromatische Tonleiter ohne jegliches Ventil spielen kann. Viele Posaunisten, vor allem die Jazzmusiker und diejenigen, die sich hauptsächlich in höheren Lagen wohlfühlen, schätzen dies durchaus.
Das Quartventil (bei Bassposaunen meist ein zusätzliches, weiteres Ventil) erweitert die Bandbreite einer Tenorposaune deutlich. Vor allem in der tiefen Lage kann die Tonleiter vollständig gespielt werden. Dazu sind viele Hilfspositionen möglich. Diese helfen oftmals schwierige Passagen deutlich einfacher zu spielen. Dies sind Gründe, warum die B/F-Posaune mit Quartventil die meistverkauften Modelle sind.

Um diese „Störstelle“ Ventil haben sich die Hersteller und Ventilbauer viele Gedanken gemacht. Die Luft wird an dieser Stelle plötzlich nicht mehr gerade und in vollem Volumen weitergeleitet. Sie muss einen kleinen Umweg machen und wird im normalen Standardventil auch noch ein wenig „ausgebremst“.
 
Das Ventil wirkst sich also auf die Ansprache und das Anblasgefühl (Luftwiderstand) aus.
 Jetzt sind wir an einem Punkt, wo individuelle Vorstellungen und Spielweisen aufeinandertreffen. 
Der eine mag einen etwas größeren Widerstand, hingegen die andere Posaunistin liebt einen offeneren Ventildurchgang.
Deshalb: Spielen, testen und vergleichen.

Einige Posaunenfirmen erweitern ihre Modellpalette mit unterschiedlichen Ventilvarianten. 
Du kannst also dieselbe Posaune mit verschiedenen Ventilen vergleichen.


Posaunenventile in der Übersicht

Das Standard-Ventil bietet einen leichten Spielwiderstand, den allerdings viele Amateure als angenehm empfinden. Das Standard-Ventil in größerer Ausführung bietet bereits einen größeren Luftdurchsatz. Das Conn-Ventil ist eine spezielles großes Ventil mit großem Luftdurchsatz. Das Open Flow und Icon-Ventil bieten bereits bei handlicher Größe einen vollen Luftdurchsatz. Im Hagmann-Ventil laufen die Rohre des Instruments in voller Größe weiter. Das Thayer-Ventil verschiebt den Luftdurchsatz ebenso in vollem Umfang ins Quartventil und zurück. Der Nachteil bei diesem Ventil ist die Wartung und Pflege. 

Der Anstoß (Halsrohr) ist die Verbindung von Ventil zur engen Seite des Stimmbogens. 
Mit diesem Teil hat der Instrumentenmacher in kleinem Rahmen Einfluss auf Intonation und Ansprache. Dieses Teil ist nur in den allerseltensten Fällen wechselbar und deshalb kaum relevant für die Beratung.

Der Stimmzug beinhaltet das engere Zugrohr, den konisch verlaufenden Bogen und das sich anschließende größere Zugrohr. 
In fast allen Fällen gibt es jedoch nur einen einzigen Stimmzug für die jeweilige Posaune. 
Bei professionellen Einzelstücken bieten manche Instrumentenmacher unterschiedliche Bögen an.
Auch hier kann der Klang, die Ansprache und teilweise die Intonation beeinflusst werden.
 

Das Schallstück ist eine sehr variable Komponente.
Die unterschiedlichsten Formen, Mensuren, Materialien und Gewichte bieten dem Instrumentenmacher überaus viel Gestaltungsfreiheit. Diese Maße können auf einem Datenblatt gar nicht angegeben werden, da sie so vielfältig variieren. 

Lediglich der Enddurchmesser wird angegeben, der aber am wenigsten über die Schallstückmensur aussagt. Hieraus ziehen viele Posaunisten leider falsche Schlüsse. Ein Schallstück mit großer Mensur und einem kleineren Becherdurchmesser kann bedeutend größer und satter klingen als ein kleinmensuriertes Schallstück mit einem größeren Becher. Auf dem Datenblatt weißt allerdings die größere Zahl (Maßangabe des Schallstück Enddurchmessers) auch auf ein größeres Schallstück hin, was in diesem Fall ja wirklich falsch wäre. Nur dieselben Modelle können mit dieser Maßangabe wirklich miteinander verglichen werden.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Instrumente zu testen und zu vergleichen und das Datenblatt in diesem Fall Datenblatt sein lassen. 
Ein Fachgeschäft hilft dir bei diesen Fragen bestimmt viel weiter. 

Angebrachte Kleinteile wie Klangsegel, Gewichte, Heavy Cups … bewirken auch Veränderungen im Detail. 

Auf all diese sehr speziellen Komponenten im Einzelnen einzugehen, würde hier auf dieser Seite zu weit führen. Die Mensur und der innere Verlauf der einzelnen Komponenten bewirken hier deutlich mehr am Klang, Ansprache und der Intonation.


 10. Outfit und Design - individuell, lackiert oder versilbert? 

Auch im Posaunenbereich gibt es unterschiedlich gestaltete Oberflächen. Die mit großem Abstand am meisten gebräuchliche Variante ist die Einbrennlackierung. Selten findet man versilberte Posaunen.

Beides dient zur Versiegelung der polierten Instrumentenoberfläche. 
Der robuste, meist Epoxid-Harz-Lack, wird in hochtechnisierten Lackierräumen aufgesprüht und dann in speziellen Öfen eingebrannt. Somit entsteht eine sehr robuste Schutzschicht, die nicht mehr anläuft.
 Allerdings gibt es dennoch Personen, die durch starken Handschweiß auch diese Schutzschicht angreifen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es auch hier nicht.
 Silber wird galvanisch aufgetragen und bietet einen sehr guten Schutz der Oberfläche. Hier muss allerdings immer wieder nachpoliert werden, da Silber oxidiert und anläuft.

Möchtest du klangliche Unterschiede zwischen versilberten und lackierten Instrumenten bestimmen, musst du absolut identische Modelle vergleichen.

Leichte Unterschiede können dadurch entstehen, dass die Oberflächenveredelungen Lack und Silber unterschiedlich dicke Schichten darstellen und ebenso unterschiedliche Schwingungseigenschaften (Elastizitätsmodul) aufweisen.

Im Allgemeinen gilt, dass Instrumente durch die Lackierung eher etwas dunkler werden und durch eine Versilberung eher auf dem ursprünglichen Klang bleiben. Beim Thema Oberflächengestaltung spielt auch sehr viel subjektive Wahrnehmung der Musiker:innen eine entscheidende Rolle.

Keinesfalls kann generell behauptet werden, dass versilberte Instrumente hell und lackierte Instrumente dunkel klingen. Die Bauart und Mensur ist hauptsächlich für den Klang verantwortlich. Möchtest du Unterschiede der Oberflächengestaltung erkennen, solltest du identische Modelle miteinander vergleichen.

Oberflächen Veredelungen Trompeten

Oberflächenbeispiele (an Trompeten) von links nach rechts: lackiert, versilbert, vergoldet, roh und mattiert brüniert.

In Sachen Optik gibt es dann in der gehobenen Preisklasse eine sehr große Bandbreite der individuellen Gestaltung.
Brünierung, Mattlack, Glasperlenstrahlung, Schleifen, Bürsten, Vergolden ... sind Beispiele aus denen du für deinen persönlichen Geschmack schöpfen kannst. 
Auch das Formdesign der Instrumente kann sehr individuell gestaltet sein.

Auch wir gestalten unsere Beck- und Fides-Instrumente individuell. Kunsthandwerk fließt in den Instrumentenbau ein.
Deshalb auch unser Slogan: sound meets design.


 11. Materialqualität 

Die Materialien sind ein spannendes Thema. Hersteller und Musiker lieben es, die Posaunen in den unterschiedlichsten Materialzusammenstellungen zur Verfügung zu haben. Meiner Meinung nach wird dem Material etwas zu viel Einfluss auf den Klang des Instrumentes zugesprochen. Mehr dazu etwas später.
 Zunächst stelle ich die wichtigsten Materialien für den Posaunenbau vor.

Das Grundmaterial ist Messing, eine Legierung von Kupfer und Zink. Je mehr Kupfer im Messing legiert ist, desto rötlicher wird die Farbe.
 Das Standard Gelbmessing enthält ungefähr 72% Kupfer. Dieses Messing wird sehr häufig im Instrumentenbau verwendet.
Ab ca. 82% Kupfergehalt spricht man dann von Goldmessing (Goldtombak). Der Begriff Rotmessing wird mitunter bei noch höherem Kupfergehalt verwendet.

Ab einem Kupfergehalt von ca. 82% ist ein sogenannter Zinkfraß (Korrosion) beinahe gänzlich ausgeschlossen. 
Zinkfraß (Foto) entsteht bei Blechblasinstrumenten vor allem an Teilen, die überdurchschnittlicher Verschmutzung ausgesetzt sind und wenig gereinigt werden. 
Der sogenannte Biofilm im Instrument ist leider eine gute Voraussetzung für den Start einer Zersetzung (Korrosion). 
Zink wird an diesen Stellen ausgelöst (Zinkfraß) und es bleiben kupferne rote Punkte zurück. An versilberten Instrumenten entstehen an dieses Stellen kleine Blasen. Dies ist keine oberflächliche Erscheinung und kann auch nicht durch Überpolieren entfernt werden. Im Extremfall brechen diese Punkte durch und es entstehen Löcher. Diese Teile sollten ersetzt werden.

Zinkfraß an Posaunen
Der Posaunenkorpus ist in den seltensten Fällen von Zinkfraß betroffen, da die hauptsächliche Verschmutzung durch das Spielen im Spielzug abgelagert wird. 
Der Posaunenzug ist recht dünnwandig gefertigt. Ist er dazu aus Gelbmessing, muss man nach einiger Zeit mit Zinkfraß rechnen. Ambitionierte Posaunisten lieben allerdings das Gelbmessing und nehmen dieses Risiko durchaus in Kauf. Mit regelmäßiger Reinigung kann man diese Materialzersetzung auch recht erfolgreich hinauszögern.
 Die allermeisten Posaunen werden allerdings mit Spielzugmaterialien angeboten, die dem Zinkfraß widerstehen.

Diese Materialien sind: Neusilber, Goldmessing und Bronze, seltener sogar Carbon.

Matthias Beck Tipp

Meine persönliche Meinung als Instrumentenmacher-Meister und Solist:
Entscheidend für ein sehr gut funktionierendes und passendes Instrument nach deiner individuellen Vorstellung ist in allererster Linie die Fertigungsqualität. Die Materialien, Messing, Goldmessing, Neusilber, Silber ... sind weniger entscheidend.
Eine anderes Mundstück, eine kleine Änderung im Mundrohr, der Bohrung oder der Schallstückmensur haben eine enorm viel größere Auswirkung in Sachen, Klang, Ansprache und Intonation zur Folge.
Spiele, teste und vergleiche die Instrumente. Wenn du ein tolles Modell für dich gefunden hast, dann erst taucht die Frage auf, ob es dieses Modell auch in weiteren Materialzusammenstellungen erhältlich ist.
Ich selbst bin ein Freund von Goldmessing-, Silber-, Neusilberqualität. Für das Schallstück ist auch Messing absolut empfehlenswert.


 12. Jetzt geht es ans Spielen, Testen und Vergleichen 

Ich gebe euch drei grundsätzliche Ratschläge für das Testen:
       1. Kaufe keine Posaune, die du nicht selbst in den Händen gehalten hast.
       2. Kaufe keine Posaune, über die du keine fachkundige Auskunft bekommen hast.
       3. Kaufe keine Posaune, die du nicht mit Modellen der gleichen Preisklasse verglichen hast.
       4. Vergleiche die Instrumente immer mit demselben Mundstück.
       5. Ziehe beim Testen den Stimmzug immer ein kleines Stück aus. So spielst du das Instrument auch im Einsatz und die Ansprache verändert sich ein wenig.

Ich halte es für sehr wichtig, dass auch die Anfänger mit ins Fachgeschäft genommen werden und die Instrumente in Händen halten und vergleichen. Auch wenn sie noch nicht spielen können. Dieser Aspekt hilft auch sehr für den Beginn einer emotionalen Bindung und Freude zur neuen Posaune.

Gerade für Einsteiger ist es enorm wichtig, mit gutem und geeignetem Equipment zu starten.

Ein Billiginstrument mit schlecht laufendem Spielzug, der meistens auch noch aus schwerem dickwandigem material gefertigt ist, klemmendem Ventil, oder ein Instrument mit einer schlechten Ansprache und ungeeigneter Ergonomie, blockiert den Fortschritt des Schülers.

Leider führt ein ungeeignetes Instrument immer wieder zum Aufhören dieses wunderschönen, oftmals lebenslangen Hobbys.

Das „Arbeitsgerät“ muss einfach gut in der Hand liegen. Dies ist ein wichtiger Aspekt, ganz besonders für unsere jüngeren Spieler. Liegen mehrere Modelle in der finalen Entscheidung bereit, kann die Ergonomie der entscheidende Punkt zum Kaufentschluss sein. 

Datenblatt

Datenblätter enthalten nützliche Grundinformationen, die zum Vergleich der Modellserien herangezogen werden können.
Material, Maschinenbohrung, Gewicht, Schallstückdurchmesser, Oberflächendesign und noch einige spezielle Anmerkungen werden festgehalten. 
Hast du auch schon festgestellt, dass viele Posaunen dieselben Daten aufweisen, aber völlig unterschiedlich klingen?
Das zum Thema Datenblatt. Deshalb helfen dir hier Fachleute und erklären dir die wirklich wichtigen Unterschiede. (Siehe Kapitel 9)

Datenblätter sind wichtig für die Grundinformationen.
Aber viele grundlegende Daten unterschiedlichster Posaunenmodelle sind identisch und dennoch klingen die Instrumente total verschieden.


 13. Service 

Unter Service verstehe ich, ganz einfach erklärt, die Betreuung unserer Kunden vor, während und nach dem Instrumentenkauf.
Vor dem Instrumentenkauf steht die Aufklärung und Klärung anstehender Fragen. Sei es in Sachen Qualität, Auswahl, Einsatzmöglichkeiten, Unterricht, individuelle Vorstellungen oder auch Kaufbedingungen ... 
Eltern, die für ihre Kinder ein Instrument suchen, haben ganz andere Fragen und Wünsche als ein fortgeschrittener Amateur oder Profi.

Bei einer zu großen Entfernung zum Musikhaus Beck gehört zum Service ein telefonisches Beratungsgespräch, das für eine passende Auswahlsendung für den Test zuhause die Grundlage ist.
Bestens vorbereitet bist du natürlich, wenn du die hier gratis zur Verfügung gestellte Checkliste zu Hilfe nimmst.

Während des Instrumentenkaufes sollte eine objektive Beratung anhand einer umfangreichen Auswahl Grundvoraussetzung sein. 
Die ersten wichtigen Pflegeschritte werden direkt am Instrument erläutert und durchgeführt. Die Freude bei Einsteigern ist groß, wenn sie in die hauseigene Meisterwerkstatt mitgenommen werden und den Instrumentenmachern beim Check des Instruments zusehen dürfen.
Fortgeschrittene Spieler und auch Profis lieben es, wenn individuelle Veränderungswünsche sofort in der Werkstatt besprochen und teilweise, sofern möglich, direkt umgesetzt werden.

Nach dem Instrumentenkauf sind für Neueinsteiger manche Pflegeschritte nicht mehr ganz klar. Es fehlt noch die Routine. Kein Problem. In speziell für unsere Kunden bereitgestellten Videos werden diese Pflegeschritte genau erklärt. Passend zum jeweiligen Instrument.
Dazu erhalten sie in korrekten Zeitabständen Erinnerungsmails für größere Pflegeaufgaben, wie zum Beispiel einer Innenreinigung. Selbstverständlich wiederum mit Link zum passenden Pflegevideo.
So sind unsere Posaunisten auch zu Hause bestens versorgt.
Ein gutes Gefühl zudem ist die Gewissheit, eine professionelle Werkstatt an seiner Seite zu haben. Dies gilt für Servicearbeiten, als auch für Reparaturen unvorhergesehener Schäden am Instrument.
Sollte während der Reparaturarbeiten ein Leihinstrument notwendig sein, wird dies gratis zur Verfügung gestellt.


 14. Zubehör 

An dieser Stelle nur eine kleine Erinnerung: Was ist mit dem Zubehör?
Die Pflegegrundausstattung Öl, Fett und Reinigungstuch sollten beim Posaunenkauf inbegriffen sein.
Ich empfehle auch an Reinigungszubehör für eine Innenreinigung, die so etwa nach 4-6 Monaten ansteht, zu denken. Da gibt es verschiedene Bürsten, Lappen, Durchziehwischer ... 
Für die Lack-, Silber- und Oberflächenpflege sind ebenso passende Mittel erhältlich. Lasst euch beraten.

Ein Posaunenständer ist nicht nur für die schnelle Zugänglichkeit beim Üben praktisch, sondern auch für Spielpausen bei Probe und Auftritt.
Ein Notenständer sollte natürlich ebenso vorhanden sein.


 15. Rückgaberecht/FMR (Finanzierung mit jederzeitigem Rückgaberecht)

Vor allem Eltern sind zuweilen unsicher, ob das Posaunenspiel ihres Filius eine sichere Sache ist. Keiner möchte bei einem eventuellen Beenden dieses eigentlich tollen meist lebenslangen Hobbys auf einem Instrument „sitzen bleiben“.
Auch diese letzte „Sorge“ nehmen wir unseren Kunden ab.
Mit einem jederzeitigen Rückgaberecht, egal ob das Instrument gekauft oder finanziert wurde.
Bei Rückgabe werden nur die Monate abgerechnet, die seit dem Kauf/Finanzierung im Musikhaus Beck vergangen sind.
Diese Monatsraten sind deutlich günstiger als Mietraten. Der Restbetrag wird zurückerstattet. Bsp: FMR-Seite
Somit starten auch Kinder mit einem hervorragenden Equipment, haben Spaß und raschen Erfolg.
Dazu nehmen wir dem Käufer/Finanzierer jeglichen Druck: Was mache ich denn mit dem Instrument, wenn mein Filius doch aufhört zu spielen?
Dieses FmR-System des Musikhaus Beck hat sich nun über Jahrzehnte bewährt und ist auch auf Gebraucht- und hochpreisige Instrumente anwendbar.
Nur für individuell angefertigte und spezielle, individuell bestellte Instrumente können wir kein jederzeitiges Rückgaberecht gewähren. Dies wird aber immer bereits bei der Anfrage geklärt.


 16. Musikinstrumenten-Versicherung 

Als Beispiel (aufgrund einiger Erfahrungen) einer sehr guten Instrumentenversicherung sei der MML-Versicherungsservice genannt.
Als kleinen Auszug zitiere ich die MML-VS: 

Ihr Musikinstrument ist gegen nahezu alle Gefahren preisgünstig geschützt
24 Stunden täglich gegen Beschädigungen oder Verlust jeder Art (z.B. Herunterfallen, Diebstahl, Liegenlassen….) Dazu mehr hier

Deshalb empfehlen wir, die Instrumente nicht nur beim direkten Kauf zu versichern, sondern vor allem bei einer Finanzierung mit jederzeitigem Rückgaberecht. Da der Finanzierer bei Rückgabe für eventuelle entstandenen Schäden (außer für gewöhnliche Gebrauchsspuren) selbst verantwortlich ist, bietet der MML-Versicherungsschutz eine große zusätzliche Sicherheit bei größeren Reparaturkosten, die durch Schäden entstehen können. 

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