Unser Gitarrenspezialist Benni Traub besucht die Firma Furch-Gitarren in Tschechien.

Benni war wieder im Auftrag des Musikhaus Beck unterwegs,
um spannende Eindrücke vom tschechischen Gitarrenhersteller „Furch“ mitzubringen.

Hier nun der bebilderte Bericht über die Entstehung von hochwertigen Furch-Gitarren– Made in Czech Republic!

Nach der herzlichen Begrüßung durch Petr Furch wurden wir ins Holzlager geführt, wo auch 2 große Trocknungskammern zum Einsatz kommen.
Hier wird streng darauf geachtet, dass das Holz erst nach langer Lagerzeit von mehreren Jahren mit einer geringen Restfeuchte verarbeitet wird.

So wird sichergestellt, dass sich die edlen Hölzer nicht mehr verziehen und der Besitzer einer Furch-Gitarre viele Jahre Freude an seinem Instrument hat.

 


Nach der Holzauswahl erfolgt die Fertigung des Halses einer Furch-Gitarre. Die Halsrohlinge werden verleimt und dann in einer hochmodernen CNC-Fräse in Form gebracht.
Hier werden ebenfalls die Aussparung für die Halsstäbe , als auch die Halsfüße und Griffbretter gefräst. Die Halsstäbe sind mit Carbon ummantelt um die Wirkung im kompletten Hals zu verteilen. Dadurch lässt sich der Hals gleichmäßiger einstellen und wird weniger punktuell belastet.

 


 


Bevor das Griffbrett aufgeleimt wird, wird mit Hilfe einer selbst entwickelten Maschine der Radius ins Griffbrett geschliffen.

Jetzt werden Inlay-Arbeiten und Lagenmarkierungen ins Griffbrett eingearbeitet und verschliffen.

 


Die Inlays werden mithilfe von einem Laser-Cutter ausgeschnitten und dann in die Kopfplatte oder das Griffbrett eingeklebt, verschliffen und nachgearbeitet. Hier ist immer noch viel Handarbeit im Spiel und die Gitarren werden so mit viel Herzblut und Akribie veredelt.

 



Danach werden die Bundstäbe mit einer Vorrichtung perfekt ins Griffbrett gedrückt.
Durch absolut präzise Gerätschaften und Arbeitsabläufe ist so kein nachträgliches Abrichten der Bünde mehr notwendig.

 


 Sobald das Griffbrett auf den Hals geleimt und der Hals lackiert wurde, sind die Hälse bereit um später dann mit dem Gitarrenkorpus „verheiratet“ zu werden.


Zeitgleich wird in anderen Fertigungsräumen die Decke und der Boden der Gitarre ausgewählt und beleistet. Die aufgeleimten Leisten geben der Gitarre nachher genügend Stabilität und sind ebenso maßgeblich für die individuellen Klangeigenschaften der Instrumente verantwortlich.
Hier braucht es viel Erfahrung vom Gitarrenbauer, da jede Decke andere Klangeigenschaften und Eigenheiten mit sich bringt. Die Beleistung wird also individuell für jede Gitarre angepasst um den gewünschten Klang zu erreichen.


Jetzt wird es richtig heiß! – Die Zargen werden angefeuchtet und mit Hilfe von heißen Biegeformen in die gewünschte Form gebracht.


Anschließend werden die gebogenen Zargen in Formen eingespannt und die Reifchen, der Endklotz und der Halsklotz angeleimt.


Im nächsten Schritt werden Boden und Decke auf die Zargen geleimt und das überstehende Holz entfernt. Hier sieht man bereits verleimte Korpusse die auf Ihre Weiterverarbeitung warten.


Sobald die Leimstellen richtig getrocknet sind werden die Phasen für das Binding und Purfling (Randeinfassungen) eingefräst.
Das Binding und das Purfling werden nun mühevoll von Hand eingesetzt und verklebt.
Je nach Serie oder Kundenbestellung werden hier eine Vielzahl an verschiedenen Randeinfassungen verarbeitet.


Weiterhin werden die Korpusse fein abgeschliffen und sorgfältig nachgearbeitet.

Nun geht es zum Lackieren. Die Lackierarbeiten werden generell von Hand ausgeführt.


Petr Furch ist dennoch stets bemüht die Arbeitsabläufe zu optimieren und so wird gerade an einer maschinellen Lackierung gearbeitet um eine gleichbleibende hohe Qualität gewährleisten zu können. Der Lack wurde speziell für Furch in Deutschland entwickelt und zeichnet sich durch hohe Widerstandsfähigkeit und optimale Klangeigenschaften aus.

Der Gitarrenkorpus durchläuft mehrere Lackier-, Schleif- und Polier-Durchgänge bis am Ende eine perfekt glatte, dünne und robuste Oberfläche entsteht.

Hier sieht man ein brandneues Sondermodell 2018 im Rohzustand und nach den ersten Schichten Lack.


Speziell für die Polierarbeit hat Furch eine vollautomatische Poliermaschine entwickelt, welche in 2 Arbeitsschritten die größte Polierarbeit bewältigt.
Die letzte Feinpolitur erfolgt selbstverständlich noch von Hand.



    Diese Gitarren warten nach Ihrem ersten Lackiervorgang auf Ihre Politur in der Poliermaschine.

In den letzten Arbeitsschritten werden die Hälse mit den Korpussen verschraubt und verleimt und der Steg sorgfältig aufgeleimt.


Abschließend werden noch die Mechaniken montiert und die Stegeinlage und der Sattel angepasst.
Nach der Besaitung und der finalen Qualitätskontrolle sind die Gitarren dann fertiggestellt um in der ganzen Welt Gitarristen glücklich zu machen.

 

Die Furch-Factory Tour war ein sehr interessantes Erlebnis mit vielen Eindrücken aus dem modernen Gitarrenbau. Ein großer Dank auch an den deutschen Furch-Vertrieb „Pro Arte“ der diesen Trip ermöglicht und organisiert hat.

Im Übrigen sind mit der neuen „Rainbow-Serie“ auch Customshop-Instrumente möglich.
Das heißt Sie können aus vielen verschiedenen Hölzern und Designs Ihr persönliches Wunschinstrument fertigen lassen.

Schauen Sie mal rein unter:

https://www.furch.cz/eu-en/

https://www.furch.cz/eu-en/rainbow-series1/

 

Zur Auswahl an Furch-Gitarren gelangen Sie hier in unserem Webshop:

https://www.musikshop-beck.de/de/Gitarren-und-Baesse/Westerngitarre

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